zur Startseite

Der verschwundene Fluss

Bis 1975 verlief die Mulde entlang der Ortschaft Pouch, unterhalb von Rotem Turm und Schloß. Herman Prigann's Projekt soll an den früheren Verlauf der Mulde erinnern. Mit Sträuchern, Stauden, Sand, Steinen und Fundamentteilen bildete er eine Welle nach, die Ausdruck seiner Reminiszenz an den alten Muldelauf ist.
Im Laufe der Zeit wird diese kunstvoll geschaffene Landschaftsbewegung sich wie ein grüner Fluss auf einer Länge von 1,8 km durch die Landschaft ziehen. Wo der alte Flusslauf in die Wasserfläche des neuen Sees reicht, markieren unterschiedlich hohe Pfähle das Wellenmotiv. Der Flußverlauf wurde nicht exakt rekonstruiert. Er wird über Bilder, Motive und die damit verbundenen Assoziationen transformiert. So lebt der verschwundene Fluß nicht nur in der Erinnerung der Menschen weiter. Seine Rekonstruktion beginnt, weil die Menschen an ihr teilhaben und davon ihren Kindern und Kindeskindern erzählen.