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Kunst macht eine Landschaft verständlich

Vor knapp 100 Jahren begann südöstlich von Bitterfeld der Abbau von Braunkohle im Tagebau Goitzsche. Seitdem wurden hier 850 Millionen m3 Erde bewegt, 6 Dörfer dem Erdboden gleichgemacht, Straßen verlegt und ein Fluss auf einer Länge von 7 Kilometern umgeleitet, um 315 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern.

Mit dem Beginn der Sanierung 1992 wurde der erste Schritt zur Gestaltung einer neuen hier bisher unbekannten Landschaft getan. Durch die Flutung ehemaliger Tagebaue entsteht eine Seenlandschaft, die durch die Zusammenarbeit von Bergleuten, Künstlern, Landschaftsarchitekten, Politiker und Bürger auf einer Fläche von 60 km2 das weltweit größte Landschaftskunstprojekt entstehen ließ. Ein ausgedehntes Wander- und Radwegesystem verbindet die Orte der Kunst als auch einzigartige Biotope.

Die hier entstandenen und noch im Laufe der nächsten Jahre entstehenden Kunstwerke nationaler und internationaler Künstler sollen dazu beitragen auch in der Neugestaltung der Landschaft Zeichen des Erinnerns zu setzen und zu erhalten.